Montag, 13. Juli 2009

Metamusik: Selbstreferentiell und postmodern

In der Literaturwissenschaft gibt's ihn schon lange, den Begriff der Metafiktion. Heute ist er eng mit postmoderner Literatur verknüpft, Paul Auster gilt zum Beispiel dank City of Glass, wo er sich als Autor selbst zum Protagonisten eines albtraumhaften Thrillers macht, als absolutes Aushängeschild in Sachen selbstrefentieller Literatur. Im Grunde aber geht Idee bis ins Mittelalter zurück: Geoffrey Chaucers Canterbury Tales sind wohl das beste Beispiel dafür. Und auch bei James Joyce finden sich schon metafiktionale Texte.

Und Musik ist ja auch nichts anderes (höchstens etwas mehr) als vertonte Lyrik - darum wundert es kaum, dass auch hier hin und wieder Texte auftauchen, die sich auf die Musik selbst beziehen. Ich sammle schon fleißig - für Tipps und Ergänzungen bin ich dankbar. :)

Hier eine kleine, unvollständige Liste:
  • The Dresden Dolls: Backstabber. ("And don't tell me not to reference my songs within my songs...")
  • The Dresden Dolls: Sing.
  • The Dresden Dolls: Coin-Operated Boy. ("This bridge was written to make you feel smitten...")
  • David Bowie: Five Years. ("I think I saw you in an ice-cream parlour / Drinking milk shakes cold and long / Smiling and waving and looking so fine / Don't think you knew you were in this song...")
  • Einstürzende Neubauten: Der Tod ist ein Dandy. ("This was made to end all parties...")*
  • Public Image Ltd.: This Is Not a Love Song.*


* Besten Dank für die Tipps! :)

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